Wie du als Designer deinen Stress reduzieren kannst

Wir Designer kennen diese Tage und Wochen alle. Sie sind voll mit verschiedenen Projekten, alle Kunden melden sich gleichzeitig und ja, eigentlich müsstest du auch noch die Buchhaltung machen.

Doch du spürst es schon: So langsam ist die Luft raus. So langsam möchte dein Kopf keine kreativen Ideen mehr ausspucken und dein Körper sich nur noch ins Bett legen.

Die Wochen des ständigen kreativ sein zeigen jetzt ihre Spuren.

Falls du dich darin wiedererkennst: Du bist nicht allein!

Nein, mir ging es auch lange Zeit so, dass genau so mein Alltag als Selbstständige Designerin aussah.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich dagegen angegangen bin.


Stress reduzieren – falsche Herangehensweisen entdecken

Lange Zeit dachte ich der Beruf sei eben so stressig. Egal mit welchen Designern ich sprach, die meisten waren ebenfalls in der kreativen Stressfalle. Wir waren alle der Meinung, das sei eben so.

Das Gesetz der Anziehung schlug hier wohl voll zu 😀 Gleiche Menschen in deinem Umfeld und sowas…

Ich redete mir also immer weiter ein, dass es so sein muss.

Bis ich dann auf einmal keine Ideen mehr hatte. Mein Kopf war leer und ich konnte nicht mehr denken. Mir gefiel sogar der Beruf gar nicht mehr und ich wollte alles hinschmeissen.

Bis mir dann endlich mal klar wurde, dass ich umdenken musste. Nicht der Beruf war schuld an meinem Stress sondern ich selbst.

Das war schwierig einzugestehen. Wie oft suchen wir lieber den Grund im Aussen? Zu oft meine Liebe, zu oft.

Ich setze mich also endlich hin und schaute mir an, was alles falsch lief. Ja, da war einiges was ich nie in Frage gestellt hatte.

Und genau diese Dinge teile ich jetzt mit dir.


1. Wieviel Zeit hast du wirklich?

Viel zu oft gehen wir mit der uns vorhandenen Zeit falsch um. Wenn du in die Selbstständigkeit startest denkst du noch: Hey, ich kann 60 Stunden die Woche nur für Kunden arbeiten.

Das hört sich am Anfang super an. Dann merkst du jedoch, dass so kaum Ruhephasen für dich übrig bleiben und vorallem Zeit für etwas wirklich wichtiges: Dein Business!

Denn du vergisst dabei, dass auch du Werbung machen musst, Buchhaltung, Steuern, Dinge regeln die dir nie in den Sinn gekommen sind. Dazu kommt noch das Leben selbst. Es kann immer mal etwas dazwischen kommen.

Die Lösung:

Schau dir genau an wieviel Zeit du wirklich für deine Kundenaufträge mit Vorbesprechungen, Angebot und Nachbesprechungen einplanen kannst. Das ist übrigens super hilfreich für deine spätere Kalkulation der Preise.

2. Projekte durchplanen

Deine einzelnen Design-Projekte haben alle an gewissen Punkten etwas, was sie gleich macht: Angebot erstellen, Kundenvorgespräch, Recherche, Layouten, Satz, Korrekturphasen, Druckübergabe etc.

Du kannst anhanddessen deine Projekte genau durchplanen und so zeitliche Abläufe besser einschätzen. Wenn du nicht weißt wieviel Zeit ein Projekt braucht, dann führe Testprojekte mit Beispielkunden durch.

Denk immer daran, dass auch bei Projekten etwas dazwischen kommen kann.

Die Lösung ist also:

Finde heraus, welche Aufgaben bei deinen Projekten immer gleich sind und bring einen Ablauf hinein. Schau dir an, wie lange du für jeden Bereich brauchst und ob du dort noch einmal Zeit sparen kannst, wenn du die Aufgaben zum Beispiel zusammenlegst.

Plane den Design-Prozess und auch die Anzahl der Projekte die du innerhalb einer Woche oder eines Monats umsetzen kannst.

3. Aufgaben zusammenlegen

In Nr. 2 steht es schon für die Design-Projekte. Lege gewisse Aufgaben zusammen. Das spart dir Zeit, weil du dann in dem jeweiligen Modus bist. Wenn du Ideen finden musst, suche nur danach und wenn du etwas in InDesign umsetzen muss, dann mach eine gewisse Stundenzahl oder einen Tag nur genau das.

Du wirst sehen, dass du die Aufgaben schneller erledigen kannst und viel fokussierter arbeitest.

Die Lösung für viele Aufgaben unterschiedlicher Art:

Lege die Aufgaben zusammen. Sowohl bei deinen Designprojekten als auch bei den Aufgaben aus der Selbstständigkeit. Du kannst zum Beispiel mit einem Wochenplan arbeiten. An einem Tag der Woche machst du die Buchhaltung, schaust welche Werbemaßnahmen (Blogartikel, Video etc.) anstehen, gehst auf Netzwerktreffen, planst Social Media Kanäle oder arbeitest nur an deinen Design-Projekten.

Vorallem, wenn du eine Regelung deiner Zeit brauchst und es dir leichter fällt etwas zu machen, wenn du genau weißt was ansteht ist dieses System hilfreich.

4. Planung

Auch wenn viele es nicht mehr hören können: Planung ist für dich super hilfreich und gibt dir eine Struktur. Ich bin sogar ein Fan von Wochen-, Monats- und Jahresplanungen. Allerdings immer in einer groben Form, sodass sich auch etwas verändern darf.

Denn gegen das Leben kommst du eben manchmal nicht an.

Lösung für Chaos:

Plane dein nächstes Jahr, die einzelnen Monate und die einzelnen Wochen. Du kannst in der Jahresplanung zum Beispiel grobe große Ziele setzen für jedes Quartal. In den einzelnen Monaten dann etwas kleinere Ziele und dann in der Woche Mini-Ziele. Pack diese Planungen nicht zu voll und schaffe dir immer wieder kleinere Aufgaben, um deine Ziele zu feiern. Das ist ganz wichtig, damit du Erfolgserlebnisse hast und an deiner Planung festhältst.

So habe ich in diesem Jahr (2017) viele Projekte schnell umsetzen können, da ich genau wusste wann ich was machen will.Für 2018 gehe ich jetzt genauso vor.

Denk wirklich daran dir nicht zu viel Zeit wegzunehmen. Dann ist immer noch genug Luft für andere Dinge da und du ertrinkst nicht in deiner To-Do-Liste.


Das sind die ersten Punkte, die mir geholfen haben meinen Stress zu reduzieren. Ein weiterer ist etwas, was ich Anfang 2017 begonnen habe umzusetzen. Es hat mich allerdings dann noch mal über ein halbes Jahr gekostet, um mich voll darauf einzulassen. Denn für mich war es einfach eine neue Herausforderung und Veränderung. Davor weichen wir ja alle lieber erstmal zurück 😀

5. Erhöhe deine Preise und arbeite mit weniger Kunden im Monat zusammen

Eine wirklich wichtige Veränderung in meinem Design-Business hat dieser Punkt gebracht. Ich habe mich Anfang 2017 entschlossen nur noch mit 1-2 Kunden im Jahr zusammenzuarbeiten. Das war für mich ein großer Schritt, denn plötzlich waren das nur noch 12-24 Kunden pro Jahr. Das waren echt wenige, denn davor die Jahre gab es teilweise um die 100 Kunden.

Als mir das wirklich bewusst geworden ist habe ich überlegt wie ich dies umsetze. Meine Zielgruppe veränderte sich und auch die Projektgrößen. Dadurch dann allerdings auch noch mal meine Preise. Was allerdings für die neue Zielgruppe kein Problem ist.

Zwei Dinge haben sich seitdem verändert:

  1. Ich arbeite fokussierter und intensiver mit meinen Kunden zusammen. Ich kann mich viel schöner auf das jeweilige Design-Projekt konzentrieren und mich wirklich in meine Kunden hineinversetzen. Das hilft mir dabei die Design viel gezielter für meine Kunden zu gestalten und den Design-Prozess zu verbessern.

  2. Die Wertschätzung meiner Kunden mir gegenüber ist gewachsen. Dadurch, dass meine Preise höher sind und der Design-Prozess individueller für die jeweilige Kundin verläuft sind die Wertschätzungen wesentlich höher. Das lässt mein Design-Herz natürlich jedesmal freudig hüpfen. 😀 Ich habe nur noch Kundinnen, die mich und meine Arbeit wertschätzen und einfach gerne mit mir zusammenarbeiten. Und mir machen diese Designs dadurch so viel Spaß, dass mein kreativer Kopf wieder voll zum Einsatz kommt. Einfach schön! 🙂

Deswegen ist dieser 5. Punkt eine Sache über die du unbedingt nachdenken solltest. Damit den Gedanken, wie du deine Design-Projekte für deine Kunden schöner umsetzen kannst. Denn weniger Kunden bedeuten für dich, dass du dich intensiver nur mit einem Projekt und einem Kunden zusammensetzt.


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Und wenn du selbst dein Design gestalten willst, dann empfehle ich dir mein Workbook „Gestalte dein Design selbst!„: Ja, ich will mein Design selbst gestalten.


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By |2018-09-29T15:55:12+00:00Dezember 18th, 2017|Designer|0 Comments

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