Mir fehlt die zündende Idee…

Manchmal kommt es vor, dass ich vor einem Projekt sitze… und sitze … und sitze. Das weiße Blatt starrt mich an und lacht mich aus. Ich zeichne etwas und bringe es damit wieder zum Lachen. Ich mache es wieder weg, zeichne das gleiche noch einmal hin und schmeisse dann das ganze Papier in den Müll.

Mir fehlt die zündende Idee.

Mein Kopf fühlt sich dann sehr leer an und ist in keinster Weise bereit den kreativen Prozess zu starten. Nein, er arbeitet konsequent dagegen an. Es ist, als seien alle Ideen zum Platzen gekommen und einfach weg.

Soviel zu dem Thema:

Du bist immer kreativ und kannst das an- und ausschalten.

Ideen fliegen mir über den Tag zu.

Oft habe ich am Tag so viele Ideen in mir, dass ich sie einfach aufschreiben muss, sonst vergesse ich sie wieder. Aus Gesprächen, neuem Lesestoff oder einfach auch aus Gedankengängen ergeben sich oft die witzigsten Ideen, die ich dann auch gerne umsetze. Manchmal wache ich nachts auf oder stehe gerade an der Kasse im Supermarkt und plötzlich ist zu einer bestimmten Sache eine Idee da.


Setzen wir uns nun noch einmal vor das weiße, leere Blatt Papier…

Warum schaffe ich es gerade zu dem Zeitpunkt nicht eine Idee auf dieses Papier zu bringen? Was blockiert gerade meinen Kopf?

Konzentriere ich mich stark auf eine Sache und ein Projekt, dann suche ich mir dazu immer sehr viele Informationen raus und lese mir vieles durch. Mein Kopf nimmt all diese Informationen auf und versucht sie schnell zu ordnen. Dies ist natürlich nicht immer möglich, denn so schnell kann man daraus auch keine Idee formen.

Manchmal gelingt es. Ich bekomme ein Projekt und schwups ist die Idee da – noch im ersten Kundengespräch sehe ich genau, was zu dem Kunden passt.

Durch den Druck eines weißen Blattes passiert oft das Gegenteil: Mein Kopf möchte in dem Moment einfach keine Idee aufkommen lassen. Das Blatt bleibt weiß.

Dieses starke Konzentrieren schränkt mich in dem Moment in meiner Kreativität ein und lässt mich einfach keinen klaren Gedanken fassen. Vielleicht kennst Du das Gefühl vom Lernen. Irgendwann macht der Kopf einfach zu und nimmt keine neuen Informationen auf. So ist es bei mir: Er lässt keinen Platz für neue Gedanken zu. Er blockiert sozusagen das Weiterdenken.


Den Kopf für Ideen lockern.

In dem Moment ist es für mich am Besten, wenn ich das Papier und den Stift zur Seite lege und einfach kurz einmal die Augen schließe. Damit komme ich dann zur Ruhe.

Doch es gibt noch weitere Dinge, die meinen Kopf wieder angeregt haben seine kreativen Gedanken weiter zu formen und entstehen zu lassen:

  • Aufstehen und raus gehen: Nutze die Natur als Ausgleich. Ich gehe dann in den Wald oder einfach auf dem Land spazieren. Vielleicht hast Du auch einen Park in der Nähe oder einen See? Wir nehmen am Tag sehr viele Informationen auf und werden damit regelrecht zugeschüttet. In der Natur ist es ruhig. Du hörst Tiere und das Rascheln der Blätter oder Wasser fliessen. Doch alle diese Geräusche haben eine beruhigende Wirkung auf Dich. Dein Kopf und auch Dein Körper können in der Umgebung der Natur entspannen und wieder zu sich finden.

  • Musik anmachen oder wechseln: Immer, wenn ich gefragt werde welche Musikrichtung ich höre, dann antworte ich oft mit: Alles durcheinander. Das ist natürlich keine Richtung, aber die gibt es bei mir aus einem bestimmten Grund nicht. Je nachdem, was ich gerade gestalte, brauche ich unterschiedliche Musik. Oft merke ich das sofort, dass jetzt gerade einfach eine andere Musik nötig ist, um mich in eine andere Stimmung zu versetzen. Die neue Stimmung lockert mich in dem Moment und öffnet mich für neue Ideen.

  • Einfach loslegen: Ich fange manchmal einfach an irgendetwas zu gestalten, damit das leere Blatt vor mir verschwindet. Einfach ein bisschen Text und irgendwelche Formen, dann kommen Farben dazu und schon ist das Blatt voll. Das leert meinen Kopf und schafft neuen Platz. Ok, genauso oft verschwinden diese Sachen auch am Ende des Prozesses wieder, doch es hat mir geholfen einfach zu starten und daraus dann etwas zu formen. Manchmal ist sogar dabei dann genau das, was sich der Kunde wünscht.

  • Etwas anderes machen: Das Projekt einfach einmal zur Seite legen und ein anderes beginnen, kann auch helfen. Dadurch konzentrierst Du Dich auf einen anderen Bereich. Ich hatte dann schon oft eine Idee für das weiße Blatt und konnte mich dann einfach dem wieder widmen. Manchmal mache ich dann auch als Abwechslung Dinge, bei denen ich nicht unbedingt kreativ sein muss. Das entspannt meine Gedanken.

  • Vor dem Schlafen die Gedanken fliessen lassen: Bevor ich schlafe lasse ich noch mal in Ruhe die Gedanken des Tages durch meinen Kopf fliessen. Ohne genau darüber nachzudenken. Einfach kommen und gehen lassen. Hört sich jetzt nach einer Entspannungstechnik an, ist es vielleicht auch, hat mir aber schon oft geholfen. Denn mein Unterbewusstsein hat sich dann im Schlaf mit meinem Projekt befasst und mir schon oft am nächsten Morgen oder auch mitten in der Nacht plötzlich eine Idee geliefert. Einen Gedanken, der mich in die richtige Richtung geschupst hat.

  • Ideen suchen: Eine Sache, die nicht immer funktioniert – jedenfalls bei mir, da ich dann noch mehr Informationen aufnehme, aber trotzdem eine Hilfe sein kann. Schaue Dich doch einfach mal im Internet um oder sieh dir Zeitungen und Zeitschriften an, Flyer und Broschüren, eben alles, was Dich auf Ideen bringen kann. Manchmal findet man Formen oder Farben, die zu dem jeweiligen Projekt passen und Dich weiterbringen können. Starte dann einfach mit der Form oder der Farbe. Dann hat sich auch Dein weißes Blatt schnell gefüllt.

Du siehst, es gibt verschiedene Techniken, um Ideen wieder hervorzuholen und Deinen Kopf zu entspannen. Für jeden gibt es dabei natürlich andere Wege, die helfen. Mir helfen die oben genannten sehr, um mich wieder auf die Projekte zu stürzen und etwas zu schaffen, was die Menschen anzieht.


Viel zu viele Ideen auf einmal… 

Bei mir geschieht auch oft ein Ideenausbruch, wie ich es so schön nenne. Dann kommen plötzlich sehr viele verschiedene Ideen in meinen Kopf, die alle natürlich gerne als erstes umgesetzt werden wollen. Mir hilft dann immer nur: Aufschreiben in mein Ideenbuch. Dann sind die Ideen dort festgeschrieben und können so lange dort auf mich warten, bis ich sie umsetzen kann. Mein Kopf ist dann ebenfalls leerer und ich vergesse die Ideen nicht sofort wieder. Denn auch das kann den Kopf blockieren. Schließlich kann man sich dann nicht mehr voll und ganz auf eine Idee konzentrieren und diese formen. Alle anderen Ideen wollen sonst auch ausgebaut werden.

Also schreibe Dir dann am Besten alle Ideen in ein Ideenbuch oder mach dir eine persönliche Ideen-Liste. Da dürfen dann natürlich auch Ideen drauf geschrieben werden, die erst einmal unerreichbar scheinen. Es ist egal – es ist Deine Liste.


Wenn die Idee plötzlich da ist, dann baue sie aus!

Die zündende Idee solltest Du dann auch ausbauen. Denn aus dieser kann noch viel mehr entstehen, wenn Du sie umsetzt. Lass sie sich entwickeln und frei entfalten. Dadurch habe ich oft aus einer Idee noch viel mehr heraus geholt, als ich es am Anfang erwartet hätte.

Was für Ideen hast Du im Kopf und wie gehst Du mit Ihnen um? Lässt Du sie heraus, schreibst sie auf, setzt sie um? Erzähle mir davon in einem Kommentar.

Deine Verena

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Wir sind übrigens dein kreatives Team, wenn es darum geht ein Design zu gestalten welches dich und deine Produkte perfekt präsentiert, dich sichtbar werden lässt und deine Kunden zielgerichtet anspricht. Christiane und Verena unterstützen dich mit Branding, Printdesign, Webdesign und Büromanagement.

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By |2020-04-21T07:39:54+00:00August 7th, 2015|Idee, Kreativprozess|1 Comment

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