Lohnt es sich ein Design-Business zu starten?

Grafikdesignerin, Designerin oder Mediengestalterin – wenn ich überlege wieviele Menschen mir schon gesagt haben sie wollen auch so einen kreativen Beruf haben wie ich, dann komme ich auf hohe Zahlen.

Dieser Beruf ist bei vielen sehr beliebt und alle wollen so gerne etwas Kreatives machen. Sie starten also damit, dass sie sich informieren und die ersten Praktikas und Ausbildungen machen.

Doch plötzlich hört und sieht man nichts mehr von ihnen. Sie sind verschwunden und nach Jahren tauchen sie zum Beispiel als Bürokauffrau wieder auf.

Warum ist das so? Was hat dieser Beruf an sich, dass so viele doch wieder aufgeben. Lohnt es sich einfach nicht mehr diesen Beruf zu machen?


„Ich will was Kreatives machen!“

Oft fängt es mit diesem Gedanken an. Bei mir war es mein Papa der mich auf die Idee brachte doch in diese Branche einzusteigen. Ich machte damals ein Praktikum in einer Druckerei. Meine kreative Arbeit bestand daraus Druckplatten herzustellen.  Wenn du weißt was das bedeutet – lach nicht! 😀 Wenn du es nicht weißt, es hat rein gar nichts mit kreativem Arbeiten zu tun. Eher mit Aluminiumplatten und vielen Chemikalien + UV-Licht.

Ich durfte in dem Praktikum einen Block gestalten und diesen haben wir dann gemeinsam gedruckt. Dadurch habe ich dann gespürt, dass ich eher an den Computer will und dort meine Designs entwickeln.

Nach der Realschule fing ich eine Ausbildung mit Fachabitur an zur Gestaltungstechnischen Assistentin. 3 Jahre Schule und Ausbildung in dem Beruf. Was mich dort erwartete war schon eher etwas Kreatives. Ich lerne viele Bereiche des Berufes kennen: Zeichnen, Grafikprogramme, Videoschnitt, Fotografie, Kunstgeschichte, Gestaltungslehre (also die ganze Theorie), Malen und Basteln. Ja, alles gehört in gewisser Weise zu dem Beruf und heute mit meinem Onlinebusiness kann ich sogar sagen, dass es mir bei vielen täglichen Aufgaben unheimlich hilft in jeden dieser Bereiche schon einmal hineingesehen zu haben.

Was jedoch nach dieser Ausbildung fehlte war jede Praxiserfahrung in einer Agentur. Denn ich kann dir ehrlich sagen, dass ich mir so gut wie alles was ich heute kann fast selbst beigebracht habe. Die erste Ausbildung war eher begleitend dabei.

Deswegen entschied ich mich nach den drei Jahren auch dazu noch einmal eine Ausbildung in einem Betrieb zu Mediengestalterin – Gestaltung und Technik zu machen. Ich bekam eine Ausbildungsstelle in einem Betrieb, der Handelswerbung mit dem Fokus auf Möbelprospekte machte. Ja, jene hässliche Werbung die du immer Sonntags mit der kostenlosen Zeitung in deinem Briefkasten hast.

Jetzt könnte ich sagen, dass dies eine schlimme und langweilige Zeit für mich als Designerin war – war es aber nicht. Ich lernte in der Zeit nämlich etwas verdammt wertvolles: In schneller Zeit Ideen umzusetzen und alles was ich machen will auch wirklich als Design hinzubekommen. Photoshop und InDesign von Adobe wurden zu meinen absoluten Lieblingsprogrammen die ich ab dem Moment innig liebte. Bildbearbeitungen jeglicher Art und das Gestalten von Inhalten wurden zu meiner Passion.

Durch meine gute Ausbildungszeit in diesem Bereich konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln und auch die Erkenntnis, dass ich etwas selbst machen wollte. Denn auch wenn ich Zurückhalten war und eher introvertiert merkte ich schnell: Ich will meine eigenen Kunden.

Denn in eine Agentur passte ich schon damals nicht. Mit eigenen Kunden kam ich aber schon immer gut zurecht. Nach der Ausbildung suchte ich mir also eine Möglichkeit meine eigenen Kunden zu finden und stürzte mich Hals über Kopf in die Selbstständigkeit. Damals mit 22 Jahren.

Jetzt sind im März 7 Jahre vergangen mit Höhen und Tiefen im Beruf und im Leben, die ich niemals als Erfahrungen missen möchte.

Hat sich dieser Weg denn wirklich gelohnt? Wahrscheinlich wartest du die ganze Zeit darauf, dass ich endlich erwähne, ob es sich auch finanziell lohnt. Keine Sorge, dazu komme ich gleich. Schonungslos und ehrlich.


Hat sich dieser Weg gelohnt und würde ich ihn noch einmal gehen?

Ich kann es nicht 100%ig mit ja beantworten. Teile dieser Zeit – immerhin 13 Jahre meines Lebens – würde ich nicht noch mal so machen. Aber hey, das hat man doch immer im Leben. Allerdings den Rest der Zeit würde ich absolut noch mal gehen. Denn eigentlich haben mich alle diese Erfahrungen an genau diesen heutige Moment an diesem Tag gebracht.

Deswegen würde ich sagen es hat sich in der Weise gelohnt, dass ich durch viele Dinge gelernt habe mein Business als Designerin zu führen, mich mit neuen Wegen und Möglichkeiten auseinanderzusetzen und Dinge zu tun die in der Branche eigentlich nicht gemacht werden.

Ich empfehle allerdings nicht immer diesen Beruf und diese Branche zu wählen. Denn dieser Beruf setzt voraus, dass du dich selbst viel mit Designs auseinandersetzt und dich immer weiterentwickelst. Selbst in den kurzen Jahren hat sich meine Art von Designaufträgen stark verschoben. Habe ich früher hauptsächlich Printwerbemittel gestaltet sind es heute überwiegend Onlinewerbemittel. Die Zeit verändert sich und damit auch die Art welche Werbung ein Business macht und welche Werbemittel für ein komplettes Businessdesign benötigt werden.

Wenn du dich dann noch für den Weg der Selbstständigkeit entscheidest solltest du versuchen nicht nur dein Wissen über Designs und die Programme zu erweitern. Dazu gehört auch viel mehr wie zum Beispiel die Strategiefindung, Konzeptionen, Wissen über Druckereien und deren Produkte (Zum Beispiel Papierarten, Gewichte, Falzarten, Möglichkeiten der Druckmittel – du kannst einen Flyer auf so viele verschiedene Arten produzieren lassen in einer Druckerei, das musst du alles wissen um deine Kunden umfangreich beraten zu können.), Kenntnisse zu Bildrechten, Kundenberatung, Kundenbetreuung und natürlich das Wissen wie du Kunden überhaupt bekommen kannst.

Um dich zu unterstützen schreibe ich immer wieder Blogbeiträge oder bringe ein Video für dich heraus. Dann kannst du dich intensiver mit jedem Bereich für dein Design Business auseinandersetzen – falls du schon eines hast. Wenn du dich von mir intensiver unterstützen lassen willst buchst du dir direkt hier eine Strategie Session für dich als Designerin: Strategie-Session für Designer buchen!


Lohnt sich der ganze Aufwand auch finanziell?

Die größte Angst von allen Selbstständigen, bewusst oder unbewusst, wir fragen uns alle ob unser Business auch finanziell erfolgreich sein wird.

Ist es am Anfang noch leicht zu sagen, dass es reicht Leidenschaft für deine Business Idee zu haben wird es mit der Zeit sehr frustrierend, wenn dann doch keiner mit dir zusammenarbeiten will.

So kann es dir als Designerin ebenfalls gehen. Du brennst für dein Thema und willst mit deinen Designs deine Kunden glücklich machen. Doch du weißt einfach gar nicht wo deine Kunden sind und wie du sie finden kannst. So ging es mir beim Start meiner Selbstständigkeit auch. Ich sage es dir also ehrlich: Ich habe damals wirklich über 10 Stunden täglich an meinem Business gearbeitet und mir Wege überlegt wie ich Kunden finden kann.

Ich habe es damals einfach nicht bedacht, dass ich mir ja auch Unterstützung holen kann von einer Mentorin die mir den Weg zeigt.

Die Kunden hatte ich sehr schnell und es waren schöne Designprojekte wodurch ich noch einmal genau erfahren konnte wie Design-Projekte mit eigenen Kunden verlaufen. Auch da habe ich natürlich Fehler gemacht. Viele Fehler sogar über die ganzen Jahre hinweg. Es ist ein ganz anderer Lernprozess in der Selbstständigkeit mit Kunden zusammenzuarbeiten. Schon alleine der Punkt welche Kunden wirklich zu dir passen und zu welchen Kunden du selbst passt. Immer wieder mit dem Fokus darauf, ob es zu deiner Vision und Vorstellung von deinem Business passt. Denn in den letzten 3 Jahren habe ich mich noch stärker darauf fokussiert was ich selbst mit meinem Business erreichen will und welche Kunden ich unterstützen möchte. Dadurch ist dann auch mein Onlinekurs „Business Vision“ entstanden mit dem du deine Vision, Zielgruppe (Wunschkunden) und Botschaft findest.

Als ich die Kundenprojekte ein paar Jahre bearbeitet habe hatte ich immer den selben Stundenpreis 65€ Netto. Aus heutiger Sicht kann ich dir sagen, dass es zwar gereicht hat, mich aber eher schlecht durchs Leben und vorallem Businessleben geführt hat. Immer noch musste ich sehr viele Kunden und Aufträge gleichzeitig bearbeiten. Das ist sowohl für mich schlecht gewesen, da dann irgendwann die Energie raus war und ich nicht mehr konnte und für meine Kunden konnte ich einfach nicht so da sein wie ich es wollte.

Meine Stundenpreis habe ich 2017 auf 130.- € Netto erhöht. In diesem Jahr 2018 noch mal auf 200.- € Stundensatz. Damit kann ich endlich genau so mein Design-Business führen, wie es zu mir und meinen Wunschkunden passt. Das faszinierende ist nämlich, dass ich nur noch mit den Kunden arbeite, die zu mir passen. Das bedeutet ich habe bei ihnen die Möglichkeit wirklich kreativ zu sein und sie so zu unterstützen, dass es in Harmonie mit allem steht. Für mich ist das eine so schöne Erfahrung, doch es brauchte viel Mut meine Preise hochzusetzen, nicht mehr jeden Auftrag anzunehmen und meinen Fokus auf die Kunden zu legen die es einfach verdient haben professionell gestaltete Designs von mir zu erhalten. Es macht so viel Spaß sie zu unterstützen, dass ich vor neuen Ideen nur so herumhüpfen kann. 😀 Ja, ich bin seltsam und hüpfe bei schönen Aufträgen die mich kreativ herausfordern wirklich durch meine Wohnung. Meine Katzen gucken schon komisch…

Was ich dir damit sagen will: Sei dir deines Wertes bewusst. Denn nur dann lohnt sich dieser Beruf auch.

Denn mit niedrigen Stundensätzen machen wir uns selbst kaputt, ziehen Kunden an die unsere Arbeit nicht wertschätzen und machen auch auf lange sicht die Design-Branche kaputt. Ok, das ist sie sogar zum größten Teil schon. Denn auch vor unserer Branche machen die niedrigen Preise nicht halt.

Allerdings liegt es an uns Designern etwas dagegen zu machen und für unseren Wert zu stehen.

Dann lohnt es sich auch sehr ein Design-Business aufzubauen.

Allerdings gibt es neben dem finanziellen noch etwas sehr wichtiges, was es lohnenswert macht ein Design-Business aufzubauen.

Deine Kunden die stolz ihr Design zeigen.

Wie gesagt arbeite ich mittlerweile mit den Kunden zusammen die mir schöne Aufträge geben. Genau diese Kunden sind es auch, die dir dann zeigen werden, dass sie stolz auf ihr neues Design sind. Du merkst es einfach daran, dass sie wirklich damit werben.

Das ist bei einem Design-Business aus meiner Sicht sogar noch wichtiger als das Geld was später herauskommt. Denn genau dadurch erkennst du wie wertvoll deine Arbeit für deine Kunden ist und das fördert auch deine eigene Sicht auf deine Arbeit. Du erkennst dadurch deinen Wert den du für die Welt hast. Du bist mit deiner Arbeit die deinen Kunden dient ein wichtiger Teil für sie und ihr Business. Du schaffst es, dass ihre Ideen sichtbar werden und wiederum für deine Kunden die Traumkunden anziehen.

Ich sehe es mittlerweile als unterstützenden Kreislauf den wir mit unseren Kunden in Gang setzen. Sie haben eine Idee, wir machen diese Ideen sichtbar und unsere Kunden haben so die Möglichkeit sich mit ihren Ideen auf der Welt zu zeigen.

Ein langer Beitrag heute von mir. Ich hoffe es hat dich zum Nachdenken gebracht.

Jetzt meine Frage an dich: Was meinst du – lohnt sich ein Design-Business?

Du möchtest ein authentisches Design für dein Business? Ich gestalte dein Logodesign und Corporate Design. Schreibe mir jetzt eine E-Mail: Ja, ich will ein neues Design für mein Business!

Du willst mich näher kennenlernen? Dann komme hier in die kostenlose Facebookgruppe „Bock auf grenzenlose Selbstständigkeit“

Und wenn du selbst dein Design gestalten willst, dann empfehle ich dir mein Workbook „Gestalte dein Design selbst!„: Ja, ich will mein Design selbst gestalten.


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By |2018-09-29T15:54:58+00:00Februar 1st, 2018|Designer|0 Comments

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